Newsarchiv

27.11.2001
Sensationsmeldung!
Atmosphäre bei weit entferntem Stern entdeckt.
Hubble findet Phänomen ausserhalb Sonnensystems.

Kaum ist die Infrarot - Kamera an Bord des Hubble - Weltraumteleskops wieder in Betrieb, liefert sie auch schon neue atemberaubende Bilder. Sie zeigen unter anderem den Zusammenstoss von vier Galaxien (Iras 19297 - 0406) mit Milliarden von alten Sonnen und Planeten.
Der Zusammenstoss fand laut NASA in einer Entfernung von einer Milliarde Lichtjahre statt.

07.01.2002
Asteroid rast knapp an Erde vorbei.
 
Pasedena/Oldrichov (dpa). Ein Asteroid mit einem Durchmesser von 300 Metern ist am Montag knapp an der Erde vorbeigerast. Der Himmelskörper >2001 YB5< sei mit 833000 Kilometern nur etwa doppelt so weit entfernt gewesen wie der Mond, berichtete Donald Yeomans vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena (Kalifornien). Objekte dieser Grösse kämen nur alle paar Jahre der Erde derart nahe. Er würde diesen Asteroid nicht als gefährlich bezeichnen, aber als interresant, sagte Yeomans. >2001 YB5< war auch von den tschechischen Stern-forschern Jana Ticha und Milos Tichy beobachtet worden.

11.01.2002
Chaos im Herzen der Milchstrasse.
 
Washington (dpa). Einmalige neue Röntgenbilder von bislang unerreichter Schärfe zeigen das Herz unserer Milchstrasse in neuem Licht. Die Panorama-Aufnahme der chaotischen Zentralregion unserer Galaxie gelang US-Forschern mit dem NASA-Röntgensatelliten “Chandra”. Umgeben von einem viele Millionen Grad heissen Nebel scharen sich im Zentrum der Milchstrasse hunderte Weisser Zwergsterne, Neutronen-sterne und schwarze Löcher um ein gigantisches zentrales Schwarzes Loch. Das aus vielen Einzelaufnahmen zusammengesetzte Röntgen-Mosaik stellte das Astronomenteam um Daniel Wang von der Universität von Massachusetts in Amherst vor.

19.01.2002
Jupiter legt Gallileos Kamera lahm.
 
Pasadena (dpa). Der Planet Jupiter hat der NASA-Raumsonde Galileo gegen Ende ihrer Mission einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das kleine Raumfahrzeug konnte nach NASA-Angaben bei ihrem letzten und engsten Rendezvous mit dem Mond Io nicht die erhofften Aufnahmen machen,  weil sich die Computer an Bord wahrscheinlich auf Grund von Jupiters Strahlung vorsichtshalber selbst abschalteten. Mit dieser “Stand-by”-Position waren auch Gallileos Kameras lahm gelegt. Die Sonde befand sich auf ihrer 34. Jupiter-Umkreisung und passierte den Mond Io in einem Abstand von nur 102 Kilometern-näher als bei den vorausgegangenen fünf Vorbeiflügen. Der sechste “Besuch” bei Io war die letzte grosse “Aufgabe” der Sonde, die im Herbst 2003 gezielt zum Absturz auf den Jupiter gebracht werden soll.

07.03.2002
Weltraumteleskop Hubble neues > Herz < eingebaut
Nasa jubelt über erfolgreiche Mission zweier Astronauten.
 
Washington (dpa). Das Weltraumteleskop Hubble hat ein neues > Herz <.
In einer der riskantesten Operationen im Weltall tauschten Astronauten der Raumfähre Columbia am Mittwoch die störanfällige gewordene Energieschaltzentrale des zwölf Jahre alten Teleskops aus und setzten ein neues > elektrisches Herz < ein.
Die Weltraumbehörde NASA sprach von einem grossen Erfolg und zeigte sich erleichtert dass die gefährliche Operation gelang, bei der Hubble in eine Art Koma versetzt werden musste. Die Astronauten John Grunsfeld und Richard Linnehan hatten am frühen Mittwoch (MEZ) damit begonnen, die alte Energieschaltzentrale des amerikanisch - europäischen Teleskops auszubauen und das neue einzusetzen. Für diese Arbeiten musste Hubble erstmals seit Beginn der Mission vor zwölf Jahren komplett abgeschaltet werden, um die Astronauten vor einem Stromschlag zu schützen. Nach dem Austausch mussten sie mit ihren 300 000 Dollar teuren kabellosen Elektroschraubern 36 Kabelverbindungen neu anbringen. Um 15.02 Uhr (MEZ) hatte das Zittern der NASA – Techniker ein Ende: Das neue Herz schlug erstmals und funktionierte normal.

22.03.2002
Neu entdeckter Komet Ikeya-Zhang (C/2002 C1)
 
Am 1. Februar wurde ein neuer Komet mit der Bezeichnung C/2002 C1 entdeckt.
Der Komet dürfte vorraussichtlich Ende März eine Helligkeit von 4.0 mag erreichen, und damit mit bloßem Auge sichtbar sein. Für Beobachter in Mitteleuropa hält sich der Komet bis Ende März in der Näheder Sonne auf. Abends steht der Komet ca. 10 - 20 Grad über dem Nord - West - Horizont und wandert dabei über den Nordhimmel. Die bestenBeobachtungsbe- dingungen sind vor Beginn der Morgendämerung, da der Komet dann am höchsten am Nordosthimmel steht. Am 4. April gibt es eine besondere Begegnung, dann wandert C/2002 C1 nahe am Andromedanebel vorbei.

02.05.2002
Spektakuläre Bilder aus dem All.
Weltraumteleskop Hubble erkundet mit neuer Kamera die
fernsten Winkel des Universums.

Das amerikanische - europäische Weltraumteleskop Hubble hat sich selbst übertrumpft und mit seiner neuen Digitalkamera spektakuläre Bilder aus der Frühzeit des Universums geliefert.
Die neue “Advanced Camera for Surveys” (ACS) öffnet eine neues Fenster ins Universum. Diese Aufnahmen gehören zu den besten die Wissenschaftler je vom fernen Universum gesehen haben.
Vier Bilder wurden inzwischen von der NASA veröffentlicht. Besonders beeindruckend ist die Aufnahme der 420 Millionen Lichtjahre entfernten “Kaulquappen - Galaxie”. So genannt wegen ihres 280 000 Lichtjahre lang- en Schwanzes aus Sternen. Mehr als 6000 weitere Galaxien sind auf dieser Aufnahme zu sehen. Jedes Bild enthält etwa 16 Millionen Pixel. Eine handelsübliche Digitalkamera enthält zwischen 2 und 5 Megapixel.

Vergrösserungen der Bilder und ausführlicher Bericht auf dieser Seite: http://sites.stsci.edu/pubinfo/pr/2002/11/pr-photos.html

29.05.2002
Wasservorkommen auf dem Mars bestätigt

Sechs Monate nach dem Eintreffen der Sonde “Mars Odyssey 2001” in der Umlaufbahn des Roten Planeten haben neue Studien reichhaltige Wasservorkommen bestätigt. Nur 30 bis 60 Zentimeter unter der Oberfläche des Mars wurden grosse Mengen Eis nachgewiesen. Wie die Forscher in Artikeln für das US - Fachmagzin “Science” schreiben, sind mindenstens 25 Prozent des Eises Wassereis und damit für die künftig Erforschung des Roten Planeten von äusserster Bedeutung. Denn das Wasservorkommen lässt die Möglichkeit zu, dass sich auf dem Nachbarplaneten der Erde Leben entwickelt haben könnte.

07.06.2002
15 Teleskope blicken in eine Sternruine

Neue Erkenntnisse zum Sternentod erhoffen sich Astronomen auf der ganzen Welt von der genaueren Untersuchung eines ausgebrannten Sterns im Sternbild >Schlange<. 15 zusammengeschaltete Teleskope blicken in das Zentrum der Sternruine V338 Ser.
Bonner Wissenschaftler haben für dieses Experiment eine Spezialkamera beigesteuert. Die Helligkeit von V338 Ser schwankt in achtminütigen Rhytmus. Der Himmelskörper der seine äusseren Schichten verloren hat, verhält sich wie eine Glocke, die in verschiedenen Frequenzen schwingt. Diese Schwingungen erlauben es nach Darstellung der Uni Bonn den Astrophysikern ins Innere des Sterns zu blicken, ähnlich wie die Ausbreitung von Erdbeben Rückschlüsse auf den Aufbau der Erdkruste zulässt. Die Astronomen wollen in dem seit Mitte Mai laufendem Versuch messen, wie viel Licht der Stern insgesamt ausstrahlt und mit welcher Geschwindigkeit sich seine Oberfläche hin - und herbewegt. Das Projekt eröffnet bislang die die beste Chance, die Schwing- ungen eines alten, ausgebrannten Sterns präzise zu messen und seismologisch auszuwerten. So besteht die einzigartige Möglichkeit unsere Vorstellungen über das Innere eines ausgebrannten Sterns zu überprüfen - Überraschungen nicht ausgeschlossen.
Als Auge für die Beobachtung dient unter anderem eine ausgeklügelte Vier - Farben - Kamera (BUSCA), die in Bonn entwickelt wurde und nun am 2,2 Meter Teleskop des Deutsch - Spanischen Observatoriums Calar Alto in Andalusien zum Einsatz kommt. Mit dieser Weltweit einzigartigen Kamera können die Forscher eine Beobachtung von in vier Spektralbereichen von Ultraviolett bis zum nahen Infrarot gleichzeitig durchführen und dadurch Temperaturänderungen in der Sternenatmosphäre sehr schnell und genau bestimmen. Die Signale von V338 Ser kommen äusserst schwach auf der Erde an. Unterbrechungen der Beobachtung können die
Interpretation zusätzlich erschweren. Daher haben die Wissenschaftler einen globalen Zusammen- schluss von Weltweit 15 Teleskopen mit Durchmessern von einem bis Metern organisiert. Für dieses >Multi - Site Spectroscopic Telescope< geht V338 Ser nie unter. An dem sechswöchigen Grossexperiment beteiligen sich Forscher der Uni Erlangen - Nürnberg, Tübingen, Bonn und Sidney sowie Oservatorien in Chile, Grossbritannien, Spanien, Südafrika und den USA.
Das Experiment soll noch bis zum 24. Juni dauern.

Vergrösserungen des Bildes und ausführlicher Bericht auf dieser Seite:
http://hubble.stsci.edu/news_.and._views/pr.cgi.2002+15

12.06.2002
Sterben und Geburt im All

Kaum ist die Infrarot - Kamera an Bord des Hubble - Weltraumteleskops wieder in Betrieb, liefert sie auch schon neue atemberaubende Bilder. Sie zeigen unter anderem den Zusammenstoss von vier Galaxien (Iras 19297 - 0406) mit Milliarden von alten Sonnen und Planeten. Bei dem Zusammenstoss der sich in einer Entfernung von einer Milliarde Lichtjahre abspielt, entstehen laut der US - Raumfahrtbehörde NASA
zugleich jährlich 200 neue Sterne.

Gigantischer Zusammenstoss: Vier Galaxien, eine Milliarde Lichtjahre von der Erde entfernt verschmelzen.

Vergrösserungen des Bildes und ausführlicher Bericht auf dieser Seite: http://hubble.stsci.edu/news_.and._views/pr.cgi.2002+13

25.07.2002
Asteroid NT 7 kommt der Erde 2019 sehr nahe.

Der Asteroid >2002 NT 7< wird nach Angaben der NASA in 17 Jahren nur knapp an der Erde vorbeifliegen. >Knapp< ist allerdings in kosmischen Maßstäben gemmessen.
Nach Berechnungen der Astronomen vom Near-Earth-Objekt-Programm der NASA beträgt die Kollisionswahrscheinlichkeit am vorrausberechneten Termin 1. Februar 2019 lediglich rund 1:250000. Sie ist damit nur etwa halb so hoch wie die eines Zufallstreffers eines bislang unbekannten ähnlichen oder größeren Asteroiden bis zu diesem Termin.
Die Wahrscheinlichkeit einer Kollision ist nicht hoch genug, um öffentliche Sorge zu rechtfertigen, fasst die NASA auf ihrer Internetseite zu erdnahen Objekten (http://neo.jpl.nasa.gov) zusammen. Die Bahn des am 9. Juli entdeckten Asteroiden ist noch nicht mit hoher Präzision bekannt.
Die NASA-Liste umfasst derzeit 37 Asteroiden, die der Erde einmal nahe kommen könnten. Unter ihnen hat 2002 NT 7 momentan bei weitem größte Kollisionsrisiko. Der Asteroid könnte der Erde bis auf ca. 22000 Kilometer nahe kommen. Der vom Near Earth Asteroid Research Projekt (LINEAR) des Massachusetts Institute of Technology entdeckte Gesteinsbrocken ist etwa 2000 Meter groß und hat eine Masse von 12 Gigatonnen. Bei einem Aufschlag auf die Erde würde eine Sprengkraft von 1,2 Millionen Megatonnen TNT entfaltet werden.
2002 NT 7 wird der Erde nach bisherigen Berechnungen bis zum Jahr 2078 noch weitere sechs Mal verhältnismäßig nahe kommen.

08.08.2002
NASA Sonde Stardust fängt ersten Sternenstaub ein

Mehr als drei Jahre nach dem Start hat die NASA-Sonde Stardust mit ihrer spektakulären Mission begonnen und ersten 'Sternenstaub' eingesammelt. Als erstes Raumfahrzeug soll Stardust die winzigen Partikel, die zwischen den Sternen umherschwirren, zur Erde zurückbringen.
Die Sonde wird auf ihrer sechs Milliarden Kilometer langen Reise zunächst im Jahr 2004 ihr Hauptziel, den Kometen Wild 2, ansteuern und dort ebenfalls feine Kometenteilchen mit seinen wie Tennisschläger geformten Staubfängern einsammeln.Wissenschaftler erhoffen sich von der Untersuchung des Materials wichtige Aufschlüsse über die Entstehung des Sonnensystems.

09.08.2002
Asteroid rast Mitte August an Erde vorbei

Ein ungewöhnlich großer Asteroid wird in gut zwei Wochen so nahe an der Erde vorbei fliegen, dass Amateure ihn mit einem Teleskop am Himmel beobachten können. Der Asteroid hat nach Angabe der NASA einen Durchmesser von 600 Metern und wird in rund 540 000 Kilometern Entfernung an der Erde vorbei rasen. Das ist knapp eineinhalb mal die Entfernung zwischen Mond und Erde, in astronomischen Dimensionen ein Klacks. «Es besteht aber absolut keine Kollisionsgefahr».Die Größe und Nähe des Asteroiden erlaubt Wissenschaftlern einen außergewöhnlich guten Blick auf den Himmelskörper. «Ein so großer Asteroid so nahe an der Erde kommt nur alle 50 Jahre vor». Die meisten Asteroiden, die teilweise auch näher an der Erde vorbeirasen, haben nur zwischen 10 und 30 Metern Durchmesser.
Weitere Infos und aktuelle Bahndaten gibt es hier: http://www.minorplanets.de/2002ny40/

01.11.2002
Periodischer Sternschnuppenstrom der Leoniden

Das Maximum der Leoniden liegt in den Morgenstunden des 19. November gegen 5 Uhr MEZ.
Ihr Radiant (Ausgangspunkt) liegt im Löwen ca. 10° nordöstlich von Regelus. Die Sternschnuppen haben eine Geschwindigkeit von ca. 70 Kilometer pro Sekunde und sind damit sehr schnell. Das Erscheinen der Leoniden ist auf den Kometen 55P/Tempel-Tuttle zurückzuführen. Nur alle 33 Jahre kollidiert die Erde mit dem Zentrum der Leonidentrümmerwolke. In diesem Jahrwird mit stark erhöhter Aktivität gerechnet. Allerdings ist zu diesem Zeitpunkt auch schon fast Vollmond, was den Himmel ziemlich aufhellen wird. Mondaufgang ist am 18.11.2002 um 16:04 Uhr und Untergang um 5:37 Uhr MEZ. Verschiedene Berechnungen sagen eine Zahl von bis zu 1000 Sternschnuppen pro Stunde vorraus. Darunter wird es auch sehr helle Objekte geben.
Durch den gravitativen Störeinfluss des Planeten Jupiter wird es in den kommenden Jahrzehnten wohl nicht mehr zu Leoniden-Stürmen kommen. Die Leoniden 2002 bieten daher letzmals für sehr lange Zeit die Chance einen Meteorsturm zu erleben.
Hier noch ein empfehlenswerter Link mit vielen Informationen zu den Leoniden:
 www.leoniden.de

01.01.2003
Mondfinsternis, Sonnenfinsternis und Merkurdurchgang
im Jahr 2003.

Dieses Jahr gibt es zwei totale Mondfinsternisse, eine ringförmige Sonnenfinsternis und einen seltenen Merkurdurchgang. (Merkur zieht an der Sonne vorbei)
Achtung!! Sonnenbeobachtung nur mit geeigneten Schutzmaßnahmen.
Diese Ereignisse sind von Mitteleuropa aus beobachtbar.
Totale Mondfinsternis am Morgen des 16. Mai 2003
Ringförmige Sonnenfinsternis am 31. Mai 2003
Totale Mondfinsternis in der Nacht vom 8. auf 9. November.
Merkurdurchgang am 7. Mai 2003.
Genaue Daten und Infos gibt es jeweils im Ereignismonat.

                           17.01.2003
               Drei neue Monde für Neptun

Drei bislang unbekannte Monde des Planeten Neptun hat ein Team amerikanischer und kanadischer
Astronomen entdeckt. Der größte der drei Trabanten ist nur 40 Kilometer groß. Die Forscher spürten die kleinen Himmelskörper auf , in dem sie mehrere Bilder von Neptun und seiner Umgebung
überlagerten. Somit gibt es jetzt elf bekannte Neptunmonde. Die beiden größten Neptunmonde
waren bereits 1846 von William Lassell und 1949 von Gerard Kuiper entdeckt worden. Sechs weitere Monde entdeckte 1989 die Raumsonde Voyager 2. Die jetzt entdeckten Monde sind so
leuchtschwach, daß Voyager sie nicht finden konnte.
http://www-cfa.harvard.edu/press/pr0303.html

                           13.02.2003
      Bislang schärfstes “Babybild” des Universums

Der NASA-Satellit MAP hat das bislang beste “Babybild” vom jungen Universum aufgenommen.
Die Spezialsonde spähte 13,7 Milliarden Jahre zurück auf das ‘Abendrot’ des Urknalls. Die während der einjährigen Beobachtung gewonnen Daten geben Aufschluß über grundlegende Fragen zum Kosmos. Dazu gehören unter anderem die Zusammensetzung und das exakte Alter des Universums sowie der Moment, zu dem die ersten Sterne erstrahlten. Die US-Raumfahrtbehörde NASA stellte die MAP-Ergebnisse in Washington vor. Mit diesem Porträtfoto können wir das Uniersum mit zuvor unerreichter Genauigkeit beschreiben’, sagte Charles L. Bennet vom Goddard Space Flight Center der NASA.. Die Beobachtungsdaten seien ‘eine wahre Goldgrube’.

 

                           07.03.2003
               Acht neue Monde für Jupiter

Wissenschaftler haben weitere acht Monde in der Umlaufbahn des Jupiters entdeckt.
Damit steigt die Zahl der Jupitermonde auf insgesamt 48.
Die Astronomen hoffen nun, dass die Monde ihnen auch neue Erkenntnisse zur Entstehung des größten Planeten unseres Sonnensystems liefern. Eine Forschergruppe der Universitäten Hawai und Cambrigde sichtete die Monde im Februar mit Hilfe eines Teleskops auf dem Vulkan Mauna Kea auf Hawai. Das Team hat seit Ende 2000 insgesamt 30 vorher unbekannte Jupiter-Monde entdeckt. Fünf der acht neu entdeckten Monde bewegen sich entgegengesetzt zur Drehung des Jupiters. Dies deutet darauf hin, daß sie ursprünglich an einer anderen Stelle entstanden und erst später in die Umlaufbahn des Jupiters gerieten. Die Größe der der neu entdeckten Monde wurde noch nicht ermittelt, die Astronomen schätzen ihren Durchmesser aber auf zwei bis vier Kilometer. Damit sind die Satelliten sehr viel kleiner als der Erdmond oder die vier größten Jupitermonde. Die seit 2000 von der Universität Hawai aufgespürten kleinen Monde wurden mit Hilfe der beiden größten Digitalkameras der Welt sichtbar. Sie sind in das japanische Subaru-Teleskop und das Kanada-Frankreich-Hawai-Teleskop eingebaut, die beide auf dem Mauna Kea stehen. Die Wissenschaftler halten es für möglich, daß insgesamt über 100 kleine Monde mit einem Durchmesser von über einem Kilometer um den Jupiter kreisen.

                           16.03.2003
   Verdampften Planeten mit Hubble-Teleskop beobachtet

Rund 150 Lichtjahre von der Erde enfernt verdampft ein Planet.
Das hat ein europäisch-amerikanisches Astronomenteam mit dem Hubble-Weltraumteleskop beobachtet. Der Gasplanet umkreist seine Sonne so dicht, daß deren Hitze und der so genannte Sonnenwind pro Sekunde vermutlich mehr als 10 000 Tonnen Materie aus der Planeten-Atmos-
phäre in die Weiten des Alls reißen.
In ferner Zukunft könnte demnach einmal nur ein dichter Kern von dem Planeten übrig bleiben. Es sind nach Angaben der NASA die ersten derartigen Beobachtungen.
Der Gasplanet mit der Bezeichnung HD 209458b ist rund 1,3 mal so groß wie Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, hat aber nur zwei Drittel von dessen Masse. Er umkreist seinen Stern
21 mal dichter als die Erde die Sonne. In nur sieben Millionen Kilometern Abstand benötigt er lediglich 3,5 Tage für einen Umlauf. Mit dem Hubble-Teleskop entdeckten die Astronomen, daß sich die Atmosphäre des Planeten auf rund 200 000 Kilometer ausgedehnt hat und ihm wie ein Kometen-
schweif folgt. Wegen des geringen Abstands zu seinem Stern läßt sich HD 209458b nicht direkt fotografieren.Mit dem Hubble-Teleskop beobachteten die Forscher, wie der Planet einen Teil seiner Sonne abschattet während er vor ihr vorbeizieht. Der Masseverlust von HD 209458b könnte nach Meinung der Astronomen die Erklärung dafür sein, daß bisher nur ganz wenige Planeten derart dicht bei anderen Sternen gefunden wurden. Die meisten Planeten mit engeren Umlaufbahnen wären demnach vergleichsweise bald nach ihrer Entstehung verdampft.

                           20.04.2003
      Hubble fotografiert kältesten Ort im Universum

Das Hubble Teleskop hat den bislang bekanntesten kältesten Ort im Universum fotografiert.
Am Donnerstag wurde ein Bild veröffentlicht, daß den Bumerang-Nebel im Sternbild Centaurus zeigt.
Mit -272 Grad Celcius ist er nur etwa ein Grad wärmer als der absolute Nullpunkt. (-273,15)
Das allgegenwärtige Echo des Urknalls, die kosmische Hintergrundstrahlung ist nur rund zwei Grad wärmer berichtete die ESA in Garching. Der Bumerang-Nebel ist die Gashülle eines sterbenden Sterns. Er ist ca. 5000 Lichtjahre (47,5 Billiarden Kilometer) von der Erde entfernt.



                          Mehr dazu auf der Hubble-Seite

                           21.05.2003
        Neuer Stern in der Nähe der Sonne entdeckt.

US-Astronomen haben einen neuen Stern in der Nähe der Sonne entdeckt.. Der so genannte rote
Zwerg ist vermutlich der drittnächste Stern von unserem Sonnensystem aus betrachtet, teilte die US-
Raumfahrtbehörde NASA am 20.05.2003 mit. Nach ersten Schätzungen ist der Stern rund acht Lichtjahre von der Erde entfernt. Ein Lichtjahr entspricht rund 9,5 Billionen Kilometern. Die nächsten bisher bekannten Nachbarn der Sonne sind das Alpha-Centauri-System in vier und Barnards Stern in sechs Lichtjahren Entfernung. Der jetzt entdeckte Stern mit der Bezeichnung “SO25300.5+165258” ist bisher der Aufmerksamkeit der Astronomen entgangen, weil er nur sehr dunkel leuchtet. Er strahlt ca. 300 000 Mal schwächer als unsere Sonne und hat auch nur etwa sieben Prozent von deren Masse. Der rote Zwerg befindet sich im Sternbild Widder und wurde nur durch Zufall nach der Suche nach anderen Zwergsternen gefunden.

                           23.05.2003
           Mars-Sonde fotografiert unsere Erde.



So würden Astronauten auf dem Mars unsere Erde als kleine halbrunde Scheibe im dunklen Weltraum sehen.
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat am Donnerstag ein als einmalig beschriebenes Foto von der
Marssonde Global Surveyor veröffentlicht.
Die Sonde hatte mit ihren elektronischen Augen die Erde und den Jupiter fotografiert.
Auf dem Foto von der 139 Millionen Kilometer entfernten Erde sind Nord- und Südamerika gut zu
sehen.

Weitere Infos und Bilder auf der NASA-Seite.

                           28.06.2003
     Der Mars ist wasserreicher als bisher angenommen

Auf dem Mars gibt es nach einer neuen Studie zufolge doch mehr Wasser als bisher angenommen.
Am Nordpol des Planeten sei etwa ein Drittel mehr Wasser eingefroren als am Südpol, berichtet eine Gruppe russischer und amerikanischer Forscher. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass sich auf dem Erdnachbar einfaches Leben entwickelt haben könnte. Das Wasser mache auch die Erforschung des Mars für Menschen einfacher berichten die Wissenschaftler.
das Wasser verbrigt sich unter der Oberfläche im dauerhaft gefrorenen Marsboden der hohen Breitengrade. Die Schätzung der Eismenge wird durch gefrorenes Kohlendioxid erschwert, das im Marswinter als Trockeneis auf den Polen lagert. Erst mit ausreichend Daten der Sonden <Mars Odyssey> und <Mars Global Surveyor> aus den Mars Sommermonaten konnten Forscher dieses Problem überwinden.
 

                           11.07.2003
        13 Milliarde Jahre alten Planeten entdeckt

Hubble-Astronomen haben den bisher ältesten Planeten in unserer Galaxie endeckt.
Der Planet sei fast 13 Milliarden Jahre alt und habe sich nur etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall gebildet, wurde von Wissenschaftlern der NASA gemeldet.
Der Planet hat die zweifache Masse des Jupiters und befindet sich 5600 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternhaufen M4 des Sternbildes Skorpion. Dies lasse darauf schließen, dass sich die ersten Planeten viel früher als bisher angenommen gebildet hätten.
Damit könne davon ausgegangen werden, dass es deutlich mehr Planeten gibt als bisher vermutet.
Der Planet umkreist einen weißen Stern und hat eine Umlaufbahn von 100 Jahren.

                           23.09.2003
           Galileo in Jupiteratmosphäre verglüht

Auf ihrem vorausberechneten Kollisionskurs ist die Raumsonde Galileo am Sonntag in der Jupiter-
atmosphäre verglüht.
Mit dem gezielten Verglühen sollte die Verunreinigung des Jupitermondes Europa durch irdische Mikroben verhindert werden.
Galileo hatte zuvor unter der Kruste einen möglichen Ozean entdeckt, in dem nicht ausgeschlossen werden kann, daß es dort außerirdisches Leben gibt. Ihr letztes Signal sendete Galileo um 20.57 Uhr
MESZ am Sonntag den 21.09.03.
Galileo wurde vor 14 Jahren gestartet und hat Jupiter fast acht Jahre umkreist und dabei spektaku- läre Erkenntnisse über den größten Planeten unseres Sonnensystems und seiner Monde gewonnen.

                           10.11.2003
   Voyager-Sonde stößt an die Grenze des Sonnensystems

Die NASA Erfolgssonde Voyager 1 verlässt nach 26 Jahren Dienstzeit die Grenze unseres Sonnen-
systems, wie zwei US-Forscherteams berichteten.
Nach der Studie der Forscher der Johns Hopkins University (Maryland) hat Voyager 1 schon im Sommer letzten Jahres die so genannte Schockwelle durchquert, die den Beginn der Grenzregion markiert.. Diese Schockwelle entsteht, wenn der Sonnenwind genannte Teilchenstrom von der Sonne
auf die interstellare Materie trifft. Voyagers Entfernung betrug zu der Zeit 85 Astronomische Einheiten, das entspricht der 85fachen Distanz zwischen Mond und Erde. Der Durchbruch gehe aus den stark angestiegenen Partikeln hervor, die von den Bordinstrumenten gemessen wurden berichteten die Forscher.

                           31.12.2003
         
Mars-Express hat seine Umlaufbahn erreicht

Die euröpäische Sonde “Mars-Express” hat ihre reguläre Umlaufbahn um den roten Planeten erreicht.
Die Sonde soll möglichst bald Verbindung zum bisher immer noch schweigenden Mars-Roboter
“Beagle 2” aufnehmen, der möglicherweise in einen Krater gestürzt ist und deshalb keine Signale sen-
den kann. Die Sonde wird die beiden Marspole in einer Höhe zwischen 300 und 10 000 Kilometern
überfliegen.

                           04.01.2004
       US-Sonde “Stardust” sammelt Sternenstaub

Die NASA-Sonde “Stardust” hat am Freitagnachmittag erstmals in der Geschichte der Raumfahrt
“Sternenstaub” eines Kometen eingefangen. Die Raumfahrtbehörde NASA bezeichnete die Mission als vollen Erfolg.
Nach fünfjähriger Reise zum Kometen Wild-2 hatte “Stardust” gegen 13:30 Uhr (US-Ostküstenzeit)
planmäßig ihr Ziel erreicht. In nur 300 Kilometer Entfernung zum Kometen flog die Sonde am Kometen vorbei und sammelte dabei Staub auf.
Die Sonde flog etwa acht Minuten unbeschadet durch den Kometenschweif. Dabei prasselten nach
Darstellung der Wissenschaftler Millionen von Stein- und Eispartikeln auf das High-Tech-Gerät mit
Geschwindigkeiten von bis zu 22 000 Stundenkilometern ein.
Im Januar 2006 soll die Sonde die Erde wieder erreichen und den “Sternenstaub” mit einer Fall-
schirmkapsel über einem US-Militärgelände im US-Staat Utah abwerfen.
Die winzigen Partikel aus dem Kometen sollen den Wissenschaftlern bei der Frage nach den Ur-
sprüngen des Sonnensystems helfen. “Wild-2” ist ein kleiner Komet mit etwa 5,4 Kilometer Breite.
Entdeckt wurde “Wild-2” erst 1978.

Weitere Infos: http://stardust.jpl.nasa.gov/

 26.01.2004
NASA-Rover “Opportunity”
ohne Probleme auf dem Mars gelandet


      First Look at Opportunity on Mars                           Foto: NASA

Am Sonntag um 6:05 MEZ ist der zweite Mars-Rover “Opportunity” in der Tiefebene Meridiani
erfolgreich gelandet und hat auch schon erste Bilder geliefert. Der Rover soll wie sein Zwilling
“Spirit” nach Spuren von Wasser und Leben suchen

Weitere Infos: http://marsrovers.jpl.nasa.gov/home/index.html

                          04.01.2004
   
NASA-Rover “Spirit” erfolgreich auf dem Mars gelandet

Der amerikanische Landeroboter “Spirit” ist um 5:35 Uhr MEZ im Krater Gusey planmäßig gelandet.
Im Kontrollzentrum der US-Raumfährtbehörde NASA in Pasadena brach Jubel aus.
“Spirit” soll nach Spuren von Wasser und Leben auf dem Mars suchen.
Der Rover hat die Landung ohne Probleme überstanden und hat erste Fotos vom Landegebiet zur Erde übermittelt.

First Look at Spirit on Mars                Foto: NASA

Weitere Infos: http://marsrovers.jpl.nasa.gov/home/index.html

                           24.01.2004
         
“Mars-Express” liefert erste 3D Farbbilder

                                 Foto: ESA

Die europäische Sonde “Mars-Express” wird ihre endgültige Umlaufbahn um den roten Planeten am
28. Januar 2004 erreichen. Schon jetzt hat die Sonde hervorragende 3D Farbbilder geliefert.

Weitere Bilder und Infos: http://www.esa.int/export/esaCP/SEMFEB474OD_FeatureWeek_1.html

                           01.03.2004
               
Im Jahr 4782 fällt ein Tag aus

Im Jahr 4782 wird voraussichtlich ein Tag aus dem Kalender gestrichen.
Der Grund ist die Zeitdifferenz zwischen dem Kalender und dem Zeitraum, in dem die Erde genau einmal die Sonne umkreist.
Die 46 v.Chr. von Julius Caesar eingeführte und 1582 von Papst Gregor reformierte Regelung zu
Schalttagen - wie dieses Jahr im Februar - ist auf lange Sicht zu ungenau. Der Rostocker Physiker
Ronald Redmer sagte: Im Gregorianischen Kalender ist das Jahr rund 27 Sekunden zu lang. Das sind
in 3200 Jahren ein Tag.

                           02.03.2004
              
Kometensonde Rosetta gestartet

Beim dritten Startversuch der Kometensonde “Rosetta” hat alles funktioniert.
Die Trägerrakete Ariane 5 hob am Morgen vom Weltraumbahnhof Kourou in Südamerika ab.
Zwei Starts letzte Woche mussten abgebrochen werden. Die Reise von “Rosetta” zum Kometen
“Tschuriumow-Gerassimenko” wird rund zehn Jahren dauern. Dort soll die Sonde ein Landegerät absetzten und Proben des Kometen untersuchen. Forscher erwarten sich dabei Aufschlüsse über die Entstehung des Sonnensystems.

                           03.03.2004
   
Mars-Rover findet Beweise für einstiges Mars-Wasser

Der amerikanische Mars-Rover “Opportunity” hat klare Beweise gefunden, dass auf der Mars-
oberfläche einst Wasser geflossen ist. Das wurde am 02.03.04 von der NASA mitgeteilt.
Damit sei der Mars einst feucht genug gewesen um Leben zu unterstützen. Das deutsche Möss-
bauer-Spektrometer habe dabei geholfen. Der Rover hatte mit Hilfe des deutschen Spektrometers
einen Felsen in der Meridian-Tiefebene untersucht. Dabei gaben Schwefelverbindungen und das
Aussehen des Felsens Hinweise auf Wasservorkommen. “Flüssiges Wasser” ist einst durch diese
Felsen geflossen. Es ändert ihre chemische Zusammensetzung und Beschaffenheit, sagte der Chef-
wissenschaftler für die Geräte im Rover.

08.03.2004
  
Auch Mars-Rover “Spirit” findet Beweise
für einstiges Mars-Wasser

Auch der US-Mars-Rover “Spirit” hat Hinweise auf eine frühere Existenz von Wasser auf dem Mars gefunden. Dies wurde von der NASA mitgeteilt.
Im Vulkangestein des Gusey-Kraters machte “Spirit” seinen Fund. Hier soll es aber weniger Wasser
gegeben haben als auf der anderen Seite des Planeten.

08.05.2004
Neues Farbpanoramabild vom Marskrater Endurance

Bei einer Pressekonferenz der NASA wurde ein neues vom Mars-Rover Opportunity aufgenomm-
enes Panoramabild vorgestellt, das aus mehreren Bilder zusammengesetzt wurde.
Das Bild hat eine Größe von 13480 x 2638 Pixeln und eine Dateigröße von 26,7 MB.
Anschauen lohnt sich wirklich!

 

Hier der Link zur Originalgröße des Panoramabilds:
http://marsrovers.jpl.nasa.gov/gallery/press/opportunity/20040506a/01-SS-01-Endurance-B101R1.jpg

Achtung!! Dateigröße 26,7 MB

07.05.2004
Fünfter Arm der Milchstraße endeckt

In Australien haben Forscher einen fünften Arm der Milchstraße mit riesigen Ausmaßen entdeckt.
Das von der Erde aus nicht sichtbare Gebilde aus Wasserstoff ist 77 000 Lichtjahre lang und mehrere tausend Lichtjahre dick. Könnte man diesen Arm am nächtlichen Himmel sehen, würde er vom Horizont bis zum Zenit reichen. Unsere Milchstraße besteht aus mehreren hundert Milliarden
Sternen, aus Staub und Gasen. Diese ordnen sich in einem Zentrum und vier davon ausgehenden,
spiralförmigen Armen. Bei Untersuchungen zur Wasserstoffgas-Verteilung waren australische Forscher dem neunten Arm in der Milchstraße auf die Spur gekommen. Dieser neu entdeckte Arm rotiert zusammen mit der gesamten Milchstraße. Dies sei der Beweis dafür, daß dieses riesige Gebil-
de zur Milchstraße gehört. Dieser riesige Bogen könnte nach Beurteilung seiner Entdecker einst mit einem anderen Spiral-Arm verbunden gewesen sein. Ein ganzer Streifen von Sternen der 2003 ent-
deckt wurde, könnte zu diesem Gas-Gebilde gehören.

14.04.2004
Leben auf jedem zweiten Planetensystem möglich

Nach Meinung Wiener Wissenschaftler könnte jedes zweite bisher entdeckte Planetensystem im Weltall leben beherbergen.
Nach Berechnungen am Institut für Astronomie der Universität Wien findet sich in etwa 50 der 100
nachgewiesenen Systeme eine bewohnbare Zone.. Wäre dort ein erdähnlicher Planet angesiedelt;
könnte es dort Leben in irgendeiner Form geben sagten die Wissenschaftler.
Nach Worten des Astronomen Rudolf Dvorak sind die Planetensysteme alle mit Hilfe indirekter Be-
obachtungsmethoden entdeckt worden. Eine regelmäßige Helligkeitsschwankung eines Sterns, oder ein schwaches Zittern könne so einen vorbeiziehenden Planten verraten.
Mit der momentan verfügbaren Technik gelingt den Wissenschaftlern aber nur der Nachweis von
relativ großen Planeten, vergleichbar mit unseren Gasriesen Jupiter und Saturn.
Ob es auch kleinere, der Erde ähnliche Planeten gibt darüber lässt sich nur spekulieren.
Mit den gewonnen Daten von Messinstrumenten lässt sich jedoch berechnen ob es eine bewohnbare Zone im jeweiligen System gibt. Unter anderem ist auch der Abstand von der jeweiligen Sonne relevant. Nach unserem Verständnis von Leben muss die Existenz von Wasser möglich sein.
Auch die Bahnen der großen Planeten spielen eine große Rolle. In allzu rauen Welten - etwa mit stark elliptischer Bahnen der Sternbegleiter - könnten sich kleine Planten kaum halten.
Von den 30 bisher gefunden Planetensystemen die von Forschern bisher untersucht wurden, wurde
für etwa die Hälfte eine bewohnbare Zone errechnet.

 

14.06.2004
  
Cassini - Sonde hat Saturn erreicht

Die “Cassini-Huygens” Sonde hat nach fast siebenjähriger Flugzeit ihr Ziel erreicht.
Am Mittwoch um 6:12 Uhr MESZ, schwenkte die Sonde in eine Umlaufbahn um den zweitgrößten
Planeten unseres Sonnensystems ein. Zuvor flog die Sonde ohne Probleme durch eine Lücke im
Ringsystem des Saturns.
Nach dem das erste Bestätigungssignal von “Cassini” das NASA-Kontrollzentrum in Pasadena er-
reichte, feierten die Wissenschaftler ihren Erfolg mit Klatschen und Jubelrufen.

Grafik: NASA

14.06.2004
  
Cassini - Sonde überträgt spektakuläre Bilder
vom Saturnmond Phoebe

Die Doppelsonde “Cassini-Huygens” hat erste spektakuläre Bilder des Saturn-Mondes Phoebe
beim Anflug übertragen.
Bisher wurden noch nie Nahaufnahmen des nur 200 Kilometer großen Mondes gemacht, auf denen
eine von vielen Kratern zersetzte Oberfläche erkennbar sei, wurde von der NASA mitgeteilt.
Phoebe ist der äußerste der bisher bekannten 31 Saturnmonde. Er ist etwa nur ein Fünfzehntel so
groß wie unser Erdmond. Phoebe dreht sich in eine andere Richtung als die meisten anderen Saturn-
monde und auch noch sehr dunkel ist, gibt er den Wissenschaftlern große Rätsel auf.
Laut NASA sollen zweieinhalb Umdrehungen von Phoebe während des 30 Stunden langen Vorbei-
fluges dokumentiert und zur Erde gesendet werden. Die Bildübertragung aus 1,5 Milliarden Kilo- meter Entfernung dauert ca. 83 Minuten.
Ihr eigentliches Ziel, den Ringplaneten Saturn wird “Cassini-Huygens” am 1. Juli erreichen und ihn
innerhalb von vier Jahren 76 Mal umkreisen. Das europäische Landegerät “Huygens” soll sich am
25. Dezember von “Cassini” abtrennen und drei Wochen später auf dem Saturnmond Titan auf- schlagen.

Weitere Bilder und Infos zur Mission gibt es hier:
http://saturn.jpl.nasa.gov/index.cfm

Foto: NASA

Foto: NASA

18.08.2004
Cassini - Huygens - Sonde
hat zwei neue Saturn-Monde entdeckt

Die “Cassini-Huygens” Sonde hat zwei weitere Monde des Ringplaneten Saturn entdeckt.
Die beiden Trabanten haben die vorläufigen Namen S/2004 S1 und S2 und haben eine Durchmesser
von nur drei Kilometern wurde von der NASA mitgeteilt.
Von den bisher bekannten 31 Monden sind die kleinsten mindestens 20 Kilometer im Durchmesser groß.
Die beiden jetzt entdeckten Monde kreisen zur Überraschung der Forscher nicht innerhalb des Ringsystems um den Saturn, sondern zwischen den Bahnen der zwei großen Monde Mimas und
Enceladus. Nun hoffen die Forscher mit den Instrumenten der Raumsonde ein weiteren, detallier-
terten Blick auf die Monde werfen zu können.

18.08.2004
  
Fünf neue Neptun-Monde endeckt

Im Fachjournal <Nature> haben US-Forscher fünf neue Neptun-Monde vorgestellt. Die Trabanten
haben eine Durchmesser von 31 bis 54 Kilometern und kreisen innerhalb von 5 bis 26 Jahren um den
Neptun. Mit diesen Monden hat der Gasplanet Neptun jetzt insgesamt 13 Trabanten.
Schon in den Jahren 2002 und 2003 hatten kanadische Forscher die Monde entdeckt aber erst jetzt
in dem Fachblatt beschrieben.
Die Monde mit den Namen S/2002 N1, -N2, -N3, -N4 und S/2003 N1 zählen wegen ihrer elliptischen und geneigten Flugbahn zu den irregulären Monden. Drei von ihnen umkreisen den Neptun in seiner Rotationsrichtung, die zwei anderen Monde seien gegenläufig, schreiben die Astronomen.
Die kleinen Neptun-Monde sind wahrscheinlich durch Kollisionen im All entstanden, vermuten die Wissenschaftler. Weitere Kollisionen von Neptun_Monden sind nicht ausgeschlossen.

29.10.2004
  
Sonnenaktivität so hoch wie zuletzt vor 8000 Jahren

Forscher des Max-Plank-Institutes in Katlenburg-Lindau haben herausgefunden, daß die Sonne zuletzt vor 8000 Jahren so aktiv war wie zur Zeit.
Die Sonne scheint auch etwas heller, wurde von Wissenschaftlern im britischen Fachjournal “Nature”
berichtet. Ein Grund für die globale Erwärmung scheint dies aber nicht zu sein. Die jetzige Aktivitäts-
phase mit verstärkten Eruptionen und Gasausbrüchen werde noch wenige Jahrzehnte andauern.
Sonnenstürme der letzten Zeit haben schon mehrfach für Störungen in Funkverbindungen,
Elektrizitätsnetzen und Satelliten geführt.
Durch eine Isotopenanalyse von alten Bäumen und Polareis haben die Forscher die Sonnenaktivität
der letzten Jahre rekonstruiert. Radioaktive so genannte kosmotone Isotope werden in der oberen
Erdatmosphäre produziert, wenn ein energiereiches Teilchen der kosmischen Strahlung auf Luftmole-
küle trifft. Die Zahl der Teilchen der kosmischen Strahlung schwankt dabei mit der Sonnenaktivität.
In der Erdatmosphäre werden daher bei höherer Sonnenaktivität mehr Isotope und bei geringer
Aktivität weniger Isotope produziert.
Einer dieser Isotope, der Kohlenstoff C-14, gelangt in die Biosphäre und wird unter anderem in die
Biomasse von Bäumen eingebaut. Die Wissenschaftler haben Bäume für ihre Untersuchungen benutzt
die noch Jahrtausende nach ihrem Tod intakt im Untergrund lagen, so daß sie das eingelagerte C-14
messen konnten. Der Zeitpunkt zu dem die Isotope aufgenommen wurden, ließ sich anhand der Jahresringe bestimmen. Dieses Verfahren haben die Forscher durch Vergleiche mit Daten “geeicht”,
die sie auf der Basis des kosmogenen Isotops Beryllium-10 in polaren Eisschichten gefunden hatten.
Auf diese Weise war es möglich, die Produktionsrate von C-14 bis zum Ende der Eiszeit vor 11 400
Jahren zurückzuverfolgen

29.10.2004
 
NASA begeistert über >Cassini<- Fotos

Die amerikanisch-europäische Doppelsonde >Cassini-Huygens< hat die bisher schärfsten und spektakulärsten Bilder vom Saturnmond Titan zur Erde geschickt.
Am Dienstag war die Sonde wie geplant im Tiefflug über den zweitgrößten Mond des Sonnen-
systems geflogen. Am Dienstagabend trafen die ersten aus einer Höhe von 1200 Kilometern aufge-
nommen Fotos im NASA-Kontrollzentrum in Pasadena ein. Die Bilder wurden von den Wissen-
schaftlern bejubelt. Auf den Bildern war unter anderem eine Landmasse von der Größe eines Konti-
nents zu sehen.
Die Doppelsonde hatte im Sommer nach siebenjähriger Flugzeit den Saturn erreicht und kreist seit-
dem im Orbit des Ringplaneten. Titan ist mit einem Durchmesser von über 500 Kilometern der größte der bisher 31 bekannten Monde des Saturn. Noch in diesem Jahr soll die europäische
Tochtersonde >Huygens< freigesetzt werden, die dann im Januar 2005 auf dem in Wolken gehüllten
Titan landen soll - dem einzigen bekannten Mond mit einer Atmosphäre.
Fotos gibt es hier: http://saturn.jpl.nasa.gov/home/index.cfm

01.01.2005
  
ESA-Sonde Huygens auf dem Weg zu Titan

Die europäische Raumsonde <Huygens> ist auf dem Weg zum Saturn-Mond Titan.
Die Sonde wurde am 26.Dezember erfolgreich von ihrem Mutterschiff <Cassini> abgekoppelt.
<Huygens> soll Mitte Januar in die Atmosphäre von Titan eintreten und innerhalb weniger Stunden
bis zum Aufprall auf die Oberfläche Daten sammeln und Fotos machen die dann zu <Cassini> und
dann weiter zur Erde gesendet werden.

14.01.2005
  
ESA-Sonde Huygens erfolgreich auf Titan gelandet

Die europäische Raumsonde <Huygens> ist heute erfolgreich auf dem Saturn-Mond Titan gelandet.
Erste Bilder und Daten sind schon in der Raumfahrtkontrollstation ESOC in Darmstadt angekommen.
Damit ist die Mission schon jetzt ein großer Erfolg. Die Sonde hat bei Minus 180° mehr als vier
Stunden geforscht.
.

Ein erstes Bild von der Oberfläche         Bild : NASA

http://www.nasa.gov/mission_pages/cassini/main/index.html

30.01.2005
  
Mond-Sonde Smart-1 funkt erste Bilder zur Erde

Die ESA hat nach der gelungen “Huygens” Mission einen weiteren Erfolg zu vermelden.
Smart-1 hat erste Nahaufnahmen vom Mond zur Erde gefunkt.. Die mit einem neuartigen Ionenantrieb
ausgerüstete Sonde, soll eine detaillierte Karte des Mondes erstellen.

Weitere Fotos und Infos gibt es hier:

http://www.esa.int/export/SPECIALS/SMART-1/SEMJHDO3E4E_0.html

01.04.2005
  
Thomas Reiter startet zur ISS

Thomas Reiter startet im Sommer zu einem sechsmonatigen Langzeitaufenthalt an Bord der Internationalen Raumstation. Serguej Krikaljev wird als Kommandant ebenfalls zur ISS starten.
Der deutsche Astronaut ist damit der erste Europäer der längere Zeit an Bord bleibt.
Reiter wird mit einem Space-Shuttle zur ISS fliegen. Bereits 1995/96 verbrachte Reiter 179 Tage an Bord der russischen MIR-Station. Mit Reiters Ankunft wir die seit dem Absturz der Columbia auf zwei Mann reduzierte ISS-Besatzung wieder vollständig sein.

07.05.2005
  
Zwölf winzige Saturnmonde entdeckt

Astronomen auf Hawai haben zwölf winzige Monde des Saturns entdeckt. Die kleinen Trabanten des Ringplaneten haben einen Durchmesser von nur drei bis sieben Kilometern. Das wurde von der Universität von Hawai am Mittwoch mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Saturnmonde auf 46. Nur Jupiter hat mehr bekannte Monde, nämlich 63. Elf der nun entdeckten Monde kreisen entgegen der Drehrichtung des Saturns um den Gasplaneten. Daher sind sie vermutlich von außen in die Saturnum-
laufbahn gekommen und vom Ringplaneten eingefangen worden.

25.05.2005
  
”Voyager 1”-Sonde erreicht Grenze des Sonnensystems

Nach fast 28 Jahren Flugzeit hat die amerikanische “Voyager 1”- Sonde als erstes von Menschen
gebautes Flugobjekt die Grenze des Sonnensystems erreicht.
Das wurde am Dienstag von der NASA in Pasadena (Kalifornien) mitgeteilt.
Die Raumsonde fliege jetzt in in die unermessliche und turbulente Tiefe des Weltraums, wo der Einfluss der Sonne ende und der Solarwind auf das dünne Gas zwischen den Sternen stoße.
“Voyager 1” startete im September 1977 in Cap Canaveral (Florida). Die Raumsonde fliegt mit einer
Geschwindigkeit von rund 17 Kilometer pro Sekunde und ist mehr als 14 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Somit ist sie soweit von der Erde entfernt, wie kein zuvor von Menschen gebautes
Flugobjekt. Der Kontakt zur Sonde könnte noch bis zum Jahr 2020 bestehen bleiben.

02.06.2005
  
Forscher sichten erste Sternschnuppe auf dem Mars

Ein französiches-amerikanisches Forscherteam hat die erste Sternschnuppe auf dem Mars gesichtet -
durch die Augen des NASA-Rovers “Spirit”.
Ursprung des Meteors war den Analysen zufolge ein Komet, dessen Bahn der rote Planet streifte.
Damit sei zum ersten Mal die Existenz von Mars-Meteoren nachgewiesen worden.
Für die Wissenschaftler vom Astronomiezentrum in Lyon bedeuten solche Mars-Sternschnuppen mehr als ein exotisches Himmelsschauspiel. Sie hoffen jetzt darauf, Aussagen über den Einfluss von
Meteoriten auf die Marsatmosphäre machen zu können. Die kohlendioxidreiche Gashülle des roten
Planeten ähnelt der Atmosphäre der Erde im Frühstadium.

12.07.2005
  
<Deep Impact> Projektil schlägt auf Kometen ein

Das erste je von Menschen auf einen Himmelskörper gerichtete Geschoss ist wie eine riesige Bombe auf dem Kometen Tempel 1 eingeschlagen. Das kühlschrankgroße Projektil der US-Raumsonde «Deep Impact» raste am Montag mit einer Geschwindigkeit von rund 37 000 Kilometern pro Stunde in den kartoffelförmigen Kometen.Weltraumforscher in aller Welt feierten die kontrollierte Kollision als spektakulärer Erfolg. Auf Bildern, die «Deep Impact» 16 Sekunden nach dem Aufschlag aufnahm, war hoch geschleudertes Material in gleißendem Licht zu sehen. Astronomen erhoffen sich in den kommenden Monaten von der Auswertung der Bilder Aufschluss über die Entstehung des Sonnensystems. Das Projektil «Impactor» hatte sich am Sonntag wie geplant von der US-Raumsonde gelöst und Kurs auf Tempel 1 genommen. Knapp 24 Stunden später, am Montag um 7.52 Uhr (MESZ), prallte es auf den Kometen. «Das Bild zeigt deutlich einen spektakulären Aufschlag», sagte der wissenschaftliche Direktor der Mission, Michael A'Hearn am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena (Kalifornien) begeistert. Dort herrschte Partystimmung, als fünf Minuten nach dem Aufprall die ersten Bilder eintrafen. Die Weltraumforscher pfiffen und klatschten und fielen sich in die Arme. «Die Mission war wirklich ein durchschlagender Erfolg», sagte Andy Dantzler, Direktor der Solarabteilung der US-Weltraumbehörde NASA. «Es lief ziemlich so wie ein Uhrwerk, alles also so, wie es sein sollte», meinte «Deep Impact»-Manager Rick Grammier. Kometen sind für die Astronomen sehr interessant, denn ihre Zusammensetzung hat sich seit der Planetenbildung im Sonnensystems kaum verändert. Die NASA hatte das 333 Millionen Dollar (275 Millionen Euro) teure Ereignis pünktlich zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli als eine Art «himmlisches Feuerwerk» geplant. Grammier beteuerte aber, die Weltraumbehörde habe mit diesem Datum für den Beschuss keine besondere «Botschaft» aussenden wollen. An der Europäischen Südsternwarte ESO in München herrschte ebenfalls Hochstimmung. Die Wissenschaftler beobachteten beim Aufprall der Sonde die starke Helligkeitszunahme am Kometen. «Es ist also sehr viel Energie freigesetzt worden bei dem Aufschlag», sagte ESO-Astronomin Monika Peter-Gotzens. In der entstandenen Staubwolke seien verschiedene Arten von Gasen und Staubpartikel zu vermuten. Der Einschlagkrater auf dem 14 Kilometer langen Kometen sei zunächst noch nicht zu erkennen gewesen. Das mit einer Kamera versehene 372 Kilogramm schwere Geschoss hatte nach NASA-Angaben noch drei Sekunden vor seinem Aufprall in 133 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde phänomenale Fotos von Tempel 1 gemacht. «Es waren zwei sehr große Krater zu erkennen», sagte Petr- Gotzens. Sie könnten vom Einschlag kleinerer Körper aus dem All stammen. Zudem habe der Komet Tempel 1 viele Furchen. Die Muttersonde «Deep Impact», die die ersten beeindruckende Spektralfotos des Kometen nach dem Einschlag lieferte, schloss allerdings nach 13 Minuten wie vorgesehen vorübergehend ihre «Scheuklappen». Die NASA wollte verhindern, dass die sensiblen Geräte beim besonders nahen Vorbeiflug an dem Kometen durch den bei dem Aufprall aufgewirbelten Staub beschädigt werden könnten. Eine halbe Stunde später wurden die Kameras wieder auf Empfang geschaltet. Die Forscher hoffen, erstmals überhaupt Substanzen aus dem Kern eines Kometen sehen. Schon zehn Minuten nach dem Aufprall des Geschosses lieferte auch die europäische Raumsonde «Rosetta» erste Daten zur Erde. «Rosetta» war zu diesem Zeitpunkt nach Angaben eines Sprechers des Europäischen Raumfahrtkontrollzentrums ESOC in Darmstadt 80 Millionen Kilometer von «Deep Impact» entfernt. Seit dem Start am 12. Januar hat «Deep Impact» rund 431 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die NASA benannte ihre Expedition nach dem Endzeitfilm «Deep Impact - Der Einschlag» aus dem Jahr 1998. In dem Film rast ein riesiger Komet auf die Erde zu.

31.07.2005
  
Zehnter Planet des Sonnensystems entdeckt

US-Astronomen haben einen zehnten Planeten in unserem Sonnensystem entdeckt.
Der Planet besteht aus Eis und Gestein und ist eineinhalb Mal so groß wie Pluto und noch weiter von der Sonne entfernt als dieser Planet
.

Einen Namen hat der Himmelskörper am äußersten Rand des Sonnensystems noch nicht. Vorläufig wurde er als 2003 UB313 bezeichnet. Experten erwarten, dass nun eine neue Debatte darüber
entsteht, was als Planet zu definieren ist und ob Pluto überhaupt noch als ein solcher eingestuft werden kann. Er ist der kleinste der bislang bekannten neun Planeten des Sonnensystems.
Wie groß sein neu entdeckter «Rivale» ist, wissen die Astronomen noch nicht genau, aber sie leiten
von seiner Helligkeit und seiner Entfernung - 14,5 Milliarden Kilometer von der Erde oder die 97fache Entfernung zwischen Erde und Sonne - ab, dass er Pluto übertrifft.
In den vergangenen sieben Monaten hätten die Wissenschaftler den Planeten eingehend beobachtet,
um seine Größe und seine Laufbahn beurteilen zu können. Danach hat der Planet wahrscheinlich einen Durchmesser von etwa 3000 Kilometern und besteht zu rund 70 Prozent aus Gestein und 30 Prozent gefrorenem Wasser. Die Temperaturen liegen bei etwa 240 Grad minus.

01.12.2005
  
Detailreichtes Bild einer
Supernova-Explosionwolke aufgenommen

Garching - Das «Hubble»-Weltraumteleskop hat das bislang detailreichste Bild einer Supernova-Explosionswolke im Sternbild Stier aufgenommen. Dieser so genannte Krebsnebel ist vor rund tausend Jahren durch eine gewaltige Sternenexplosion entstanden und gehört zu den interessantesten und am besten untersuchten Objekten am Himmel.

Das teilte das europäische «Hubble»-Informationszentrum in Garching bei München am Donnerstag mit. Die Aufnahme ist eine Kombination der «Hubble»-Beobachtungen mit Bildern der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile.

Die ursprüngliche Supernova hatten bereits chinesische Astronomen im Jahr 1054 beobachtet. Auf der «Hubble»-Aufnahme sind die bei dieser Explosion herausgeschleuderten Elemente an den Farben zu erkennen: Blau deutet auf elektrisch neutralen Sauerstoff hin, grün auf elektrisch geladenen Schwefel und rot auf elektrisch geladenen Sauerstoff. Im Zentrum des Krebsnebels sendet der zermalmte Kern des explodierten Sterns ähnlich einem Leuchtturm 30 Mal pro Sekunde Strahlungsblitze aus. Wie eine Art Dynamo versorgt dieser so genannte Pulsar das Innere des Nebels mit Energie.

Der Krebsnebel ist etwa sechs Lichtjahre groß und 6500 Lichtjahre entfernt. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht knapp zehn Billionen Kilometern. Seinen Namen erhielt der Nebel seiner Form wegen 1844 vom britischen Astronomen Lord Rosse.

Krebsnebel

01.03.2006
 
”Hubble” schießt schärfstes Galaxien-Foto

Garching - Das «Hubble»-Weltraumteleskop hat das bislang detaillierteste Foto der “Feuerrad”-Galaxie im Sternbild Großer Bär aufgenommen.

Nach Angaben der europäischen Raumfahrtagentur ESA in Garching handelt es sich um eine in dieser
Schärfe noch nie gelungene Aufnahme der rund 25 Millionen Lichtjahre entfernten Spiralgalaxie M101. Die Galaxie M101 im Sternbild Großer Bär hat einen Durchmesser von rund 170 000 Lichtjahren fast doppelt so viel wie unsere Milchstraße. Sie enthält nach Schätzungen der ESA Wissenschaftler eine Billion Sterne. Etwa jeder zehnte davon, also rund 100 Milliarden Sterne, könnte nach Temperatur und Lebensdauer unserer Sonne gleichen. Das außergewöhnliche Foto entstand in fast zehn Jahren von März 1994 bis Januar 2003 und setzt sich aus 51 Einzelaufnahmen zusammen. Nach Angaben der Wissenschaftler wird es mehr als zehn Jahre dauern, die gewonnen Daten auszuwerten. Das Bild zeigt gigantische Regionen, in denen neue Sterne entstehen und gebe Hinweise auf die Entwicklung des Universums.

“Feuerrad”-Galaxie M101

24.08.2006
 
Planeten um “Pollux” entdeckt

 Am Sternenhimmel gelingen doch immer wieder Entdeckungen die für Aufsehen sorgen: Nach mehr als 13 Jahren geduldiger Forschungsarbeit haben Astronomen der Landesstern-
warte Tautenburg bei Jena zusammen mit Kollegen aus den USA einen Planeten der um den Stern “Pollux” kreist nachgewiesen. Er hat die dreifache Masse des Planten Jupiter und ist somit der massenreichste Planet unseres Sonnensystems. Für eine Umrundung seines Sterns, benötigt der Planet 590 Tage.

Pollux ist neben Kastor einer der beiden Zwillingssterne. Der gelb-orangene Unterriese
wird sich noch zu seiner vollen Größe aufblähen. Dieser Vorgang wird aber noch viele tausend Jahre dauern. Seine Entfernung zur Erde beträgt 33,72 Lichtjahre.

30.08.2006
 ”Hubble” schießt detailliertes Bild von Supernova

 Das Weltraumteleskop *Hubble* hat ein detailliertes Bild der jüngsten bekannten Stern-
explosion in der Milchstraße aufgenommen. Die jetzt veröffentlichte Aufnahme zeigt die
zerfledderten Reste der Supernova-Explosion Cassiopeia A, die vor 340 Jahren am Himmel
zu beobachten war. Erkennen kann man die Explosionstrümmer, die mit bis zu 50 Millionen
Kilometern pro Stunde ins All rasen. Sauerstoff leuchtet auf dem *Hubble* Bild grün, Schwefel rot und violett, Wasserstoff sowie Stickstoff blau. Supernova-Explosionen, mit denen massenreiche Sterne spektakulär ihre Existenz beenden, sind die Hauptquelle für
alle chemischen Elemente unseres Universums, die schwerer sind als Sauerstoff. Erst diese
gewaltigen Ereignisse haben genügend Energie, um schwere Elemente zu erzeugen. Auch etwa das Eisen, Chrom und Kalzium in unserem Sonnensystem stammen aus vergangenen
Supernova-Explosionen.

Hubble Site

14.09.2006
 Neues Sonnensegel und Antenne an “ISS” montiert

 Die Astronauten Joe Tanner und Heidemarie Stefanyshyn-Piper haben ein neues Sonnen-
segel und eine neue Antenne erfolgreich an der ISS montiert.
http://www.nasa.gov/mission_pages/station/main/index.html

Fotos: NASA

26.10.2006
 <Hubble> beobachtet Sternenbilliard

 Garching (dpa) - Eine Art Schwerkraft-Billard sortiert die Sterne in Kugelhaufen nach ihrer Masse. Das belegt eine Sieben-Jahres-Studie des Kugelsternhaufens 47 Tucanae mit dem Weltraumteleskop »Hubble«.
Massereiche Sonnen werden durch das Sternen-Billard gebremst und sinken ins Zentrum des Kugelhaufens, während leichte Sterne schneller werden und sich an der Peripherie sammeln, wie das europäische »Hubble«-Zentrum am Mittwoch in Garching bei München berichtete. Dieser lange vermutete Prozess der Massen-Trennung habe mit dem Weltraumteleskop erstmals in Aktion beobachtet werden können.
Kugelsternhaufen sind kugelförmige Ansammlungen einiger 100 000 Sterne. Im Kugelhaufen 47 Tucanae, einem der sternenreichsten am Südhimmel, bestimmten die Astronomen den Angaben zufolge die exakten Eigengeschwindigkeiten von fast 15 000 Sonnen. Darunter waren auch 23 ungewöhnlich heiße und helle Sterne, die als Kollisionsprodukt jeweils zweier anderer Sterne gelten. Die Untersuchung zeigte unter anderem, dass sich diese etwa doppelt so massereichen Sonnen deutlich langsamer bewegen als die leichteren Durchschnittssterne - wie für die Massen-Trennung erwartet.

Foto: NASA

28.04.2007
 Astronomen entdecken “zweite Erde”

Garching - Astronomen haben nach eigenen Angaben den ersten bewohnbaren Planeten
außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Die Temperaturen auf dem noch namenlosen Planeten
sind vergleichbar mit denen unsrer Erde. Die Lebensgewohnheiten möglicher Bewohner würden sich
in einiger Hinsicht jedoch deutlich von uns unterscheiden. Die Wissenschaftler schätzen die Durch-
schittstemperatur dieser Super-Erde auf 0 bis 40 Grad Celsius, so daß Wasser dort flüssig wäre, so
Mitentdecker Stephane Udry vom Observatorium Genf. Der Planet ist etwa anderthalb mal so groß
wie unsere Erde und hat rund fünf Mal soviel Masse, wie die Europäische Südsternwarte am Dienstag in Garching bei München mitteilte. nach verschiedenen Modellen sollte der Planet entweder
felsig sein oder von Ozeanen bedeckt sein, ergänzte Udry. Hinweise auf Wasser oder sogar Leben
gibt es von dort bislang aber nicht.
Der Heimatstern der “Super-Erde” ist der rote Zwerg Gliese 581, eine rund 20 Lichtjahre entfernte
Minisonne im Sternbild Waage. Ein Jahr auf dem neu entdeckten Planeten dauert nur 13 Tage.
Gliese 581 strahlt mindestens 50 Mal schwächer als unsere Sonne. Höchst wahrscheinlich wird dieser Planet ein sehr wichtiges Ziel für künftige Raumflüge auf der Suche nach außerirdischem Leben
sein. Gliese 581 liegt in der kosmischen Nachbarschaft unserer Sonne, er gehört zu den 100 nächsten
Sternen. Selbst das Licht benötigt mehr als 20 Jahre für die rund 200 Billionen Kilometer um zu uns zu gelangen. Der Planet wurde mit dem 3,6 Meter-Teleskop der Europäischen Südsternwarte im chilenischen La Silla entdeckt.

01.08.2007
 >Hubble< macht detailreiche Fotos des Cirrusnebels

Das >Hubble< Weltraumteleskop hat detailreiche Fotos von einem der spektakulärsten Überreste einer Sternexplosion in unserer Milchstrasse gemacht. Der Cirrusnebel im Sternbild Schwan ist die Explosionswolke einer Supernova, die vor 5000 bis 10000 Jahren stattgefunden hat. Der rund 1500 Lichtjahre entfernte Nebel sei das ideale >Labor<, um die Physik von Supernova-Explosionswolken zu untersuchen, berichtete das >Hubble<-Zentrum in Garching. Auf den Aufnahmen ist zu sehen wie die Explosionstrümmer mit 600 000 Kilometern pro Stunde durch das interstellare Gas pflügen und sich der Materialmix dabei auf Millionen Grad Celsius aufheizt. Während Gas und Sternenstaub wieder abkühlen, schillern sie in allen Farben.

Hubbles Blick auf Teile des Cirrusnebels. Bild: NASA, ESA und Hubble Heritage
 (STScI/AURA), ESA / Hubble Collaboration / J. Hester (Arizona State University)

14.08.2007
 ISS mit “Schweif”

Am 14.08.2007 von 22:15 Uhr bis 22:20 Uhr beobachtete und fotografierte ich die „ISS“.
Ein merkwürdiger „Schweif“ der auch auf diesen Fotos zu sehen ist beschäftigte mich nach Auswertung der Fotos dann doch. Im AKM Polarlichtforum fand ich auch weitere Hinweise auf Beobachtungen dieses Phänomens. Es handelt sich hier um „historische Fotos“ eines Phänomens das bisher nach meinen Recherchen nur einmal im Jahr 1991 beobachtet wurde. Der Auslöser dieses „Schweifs“ ist vermutlich das ablassen von Schmutzwasser (Waste Water Dump) von dem angedockten Space Shuttle „Endeavour“ STS-118. Auf den Fotos zu erkennen links parallel neben der Strichspur der „ISS“. Die „ISS“ flog zu diesem Zeitpunk von Westen nach Osten. Die Sonne war zu diesem Zeitpunkt hinten, somit spiegelt sich das von den „ISS“ Sonnensegeln reflektierte Licht nach vorne unten auf die feinst verstäubten Abwasserteilchen.

22:18 Uhr Canon EOS 30D f=18mm, ISO 800

22:19 Uhr Canon EOS 30D f=18mm, ISO 800

22:19 Uhr Canon EOS 30D f=18mm, ISO 800 Invertiert

22:20 Uhr Canon EOS 30D f=18mm, ISO 800

22:20 Uhr Canon EOS 30D f=18mm, ISO 800

Fotos: M.Pfarr

21.03.2008
 >Hubble< findet Erdgas auf fernem Planeten!

Erstmals haben Astronomen Erdgas auf dem Planeten eines fremden Sterns aufgespürt. Mit dem "Hubble"- Weltraumteleskop entdeckten sie die Kohlenstoffverbindung Methan auf dem 63 Lichtjahre entfernten Exoplaneten HD 189733b im Sternbild Füchschen (Vulpecula).
Es handelt sich um den ersten Nachweis eines organischen Moleküls überhaupt auf einem fernen Planeten, wie das europäische "Hubble"-Zentrum am Mittwoch in Garching bei München berichtete. Die Entdeckung sei ein wichtiger Schritt für die Suche nach Lebenszeichen auf Planeten anderer Sterne.
Hubble findet ErdgasMethan (CH4) ist der Hauptbestandteil von Erdgas und wurde auch auf den meisten Planeten unseres eigenen Sonnensystems bereits nachgewiesen. Unter den richtigen Bedingungen könne es eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Leben spielen, betonen die Astronomen. Für den jetzt untersuchten Exoplaneten schließen die Forscher einen biologischen Ursprung allerdings aus: Der Gasriese schwitzt den Angaben zufolge bei einer Temperatur von rund 900 Grad Celsius - das entspricht knapp dem Schmelzpunkt von Silber.
"Die Atmosphäre des Planeten ist selbst für die zähesten Lebensformen viel zu heiß - wenigstens für die Art von Leben, die wir von der Erde kennen", erläuterte Giovanna Tinetti vom University College London, Co-Autorin eines Beobachtungsberichts im britischen Fachblatt "Nature". Die Untersuchung zeige aber, dass sich mit dieser Technik auch auf kühleren, kleineren Exoplaneten organische Moleküle nachweisen lassen, betonte Studienleiter Mark Swain von der US-Raumfahrtbehörde NASA.
HD 189733b ist einer von knapp 280 bekannten Exoplaneten. Er hat in etwa die Größe des Jupiters, kreist jedoch viel dichter und in nur rund zwei Tagen um seine Sonne. Im vergangenen Jahr hatten Astronomen auf dem heißen Gasriesen bereits Wassermoleküle nachgewiesen. Diese Entdeckung konnten die "Hubble"-Beobachtungen bestätigen. Die Forscher maßen, welchen Anteil des Sternenlichts die Atmosphäre des Planeten verschluckt, wenn er von der Erde aus gesehen genau vor seinem Stern vorbeizieht. Daraus lassen sich die chemischen Verbindungen ableiten, die bestimmte Lichtanteile absorbieren.
Die Grundzutaten für die Chemie des Lebens sind im Weltall weit verbreitet: Erst kürzlich hatten andere Forscher Wasser und große Mengen organischer Verbindungen in der Gas- und Staubwolke um eine junge Sonne im Sternbild Stier nachgewiesen, wo sich möglicherweise einmal Planeten formen werden.
Auch unser eigenes Sonnensystem war früher offensichtlich sehr viel reicher an organischen Verbindungen als gedacht, und Meteoriten könnten der Entstehung des Lebens auf der Erde entscheidende Starthilfe gegeben haben. Das legt die Analyse zweier urtümlicher Meteoriten aus der Frühzeit des Sonnensystems nah, die aus der Antarktis geborgen wurden.
In diesen seltenen Meteoriten fanden Forscher um Zita Martins vom Londoner Imperial College die höchste Konzentration von Aminosäuren, die jemals in Meteoriten gemessen worden sind. Aminosäuren sind Grundbausteine des Lebens. "Unsere Arbeit hat gezeigt, dass Aminosäuren und andere biologische nützliche Verbindungen aus Meteoriten das Leben auf diesem Planeten in Gang gesetzt haben könnten", erläuterte Martins.                                     NASA/dpa

27.05.2008
 <Phoenix> erfolgreich auf dem roten Planeten gelandet!

Meilenstein in der Raumfahrt: Nach fast zehn Monaten und einer 680 Millionen Kilometer langen Reise ist die US-Raumsonde Phoenix weich auf dem Mars gelandet. Wenig später kamen schon die ersten Bilder des Roten Planeten zur Erde. Die 410 Kilogramm schwere Sonde setzte planmässig am Montagmorgen um 1.38 MESZ in der Nordpol-Region von Mars auf. 20 Minuten später wurden die Sonnensegel ausgefahren. Kurz darauf erreichten erste Bilder der Marssonde das Kontrollzentrum der US-Weltraumbehörde NASA. Hauptaufgabe der Sonde ist die Suche nach Wasser und nach Spuren des Lebens auf dem Nachbarplaneten der Erde. In den vergangenen Jahrzehnten waren über die Hälfte der Mars Missionen gescheitert. Es ist wunderbar, die Bilder sind gestochen scharf», schwärmte ein NASA-Manager. Die Bilder zeigten neben den Sonnensegeln auch Marslandschaft in der Umgebung mit Felsen und Steinen. Nicht einmal in meinen Träumen hätte ich mir vorgestellt, dass alles so glatt verläuft, kommentierte Phoenix-Projektleiter Barry Goldstein. Wir sind mitten in unserem Zielgebiet gelandet. Das gesamte Projekt Phoenix kostet nach Angaben der NASA 420 Millionen Dollar. Im Unterschied zu Mondlandungen oder Einsätzen an der Internationalen Raumstation ISS gab es keine Livebilder. Die NASA musste sich mit Funksignalen zur Bestätigung der Landung begnügen. Diese brauchten 16 Minuten, um die 275 Millionen Kilometer zur Erde zurückzulegen. Marslandungen gelten als höchst riskant: Über die Hälfte der mehr als ein Dutzend Landeversuche waren bisher fehlgeschlagenen. Mehrere Sonden zerschellten beim Anflug auf den Planeten oder hatten andere schwere Probleme. Die Expedition wird unter anderem untersuchen, ob das Eis nahe der Marsoberfläche regelmässig schmilzt. Das würde bedeuten, dass es dort Lebensraum für Mikroorganismen gibt.

Photo credit: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona

 

01.08.2008
Sensationsmeldung! <Phoenix> findet Wasser auf dem Mars!

Beim erhitzen von gefrorenen Bodenproben im Labor der Raumsonde Phoenix ist Wasserdampf entstanden und von den Wissenschaftlern der NASA bestätigt worden. Dies ist der erste experimentelle Nachweis daß es Wasser auf dem Mars gibt, sagte der Leiter des Berlinder Instituts für Planetenforschung im DLR Prof. Tilmann Spohn. Die Wissenschaftler waren sich schon länger sicher daß es Wasser auf dem roten Planeten geben muss. Direkt bestätigen konnten die Wissenschaftler bisher allerdings nicht. Es gab zwar Flusstäler, aber ohne fließendes Wasser. Das Eis ist bei Null Grad Celcius geschmolzen und Sensoren des Labors hätten die bekannte chemische Verbindung von “H20” nachgewiesen berichtete Prof. Spohn. Die “Phoenix”-Mission soll jetzt bis Ende September verlängert werden.

01.11.2008
<Hubble> sendet Foto kollidierender Galaxien

Garching/Hamburg - Wenige Tage nach dem Neustart seiner Reserveelektronik hat sich das «Hubble»-Weltraumteleskop mit einem schillernden Galaxienfoto zurückgemeldet.

Das fliegende Observatorium nahm dafür das Galaxienpaar Arp 147 im Sternbild Walfisch (Cetus) ins Visier, das - in astronomischen Maßstäben - vor kurzer Zeit eine kosmische Kollision durchlebt hat. Eine der beiden 400 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxien war dabei durch die andere hindurchgeflogen, wie das europäische «Hubble»-Zentrum am Donnerstag in Garching bei München mitteilte.Wie die Welle eines ins Wasser geworfenen Kiesels breitet sich seitdem ein blau strahlender Ring intensiver Sternentstehung vom Kollisionszentrum aus. Vom Kern der getroffenen Galaxie ist ein staubiger, rötlicher Knoten geblieben, während die durchquerende Galaxie den Zusammenstoß offensichtlich nahezu unverändert überstanden hat. Ein schwerer Elektronikfehler bei dem 18 Jahre alten Weltraumteleskop hatte es zuvor erforderlich gemacht, dass die gesamten wissenschaftlichen Beobachtungen des Teleskops im Oktober auf Reserveelektronik umgeschaltet werden mussten. Das Hochfahren der zuletzt vor dem Start in den Orbit getesteten Reserveschaltkreise hatte mehrere Tage in Anspruch genommen. Seit dem 25. Oktober ist das Teleskop wieder in Betrieb.    Bericht: Berliner Zeitung
http://www.spacetelescope.org                                    Foto: NASA, ESA und M. Livio 

17.03.2009
<Spitzer und Hubble>
fotografieren nahende Kollision von Galaxien

Pasadena: Im Sternbild Schlangenträger haben Astronomen die Vorboten einer kosmischen Karambolage fotografiert: 400 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt rasen die Kerne zweier verschmelzender Galaxien aufeinander zu und werden unausweichlich miteinander kollidieren.
Forscher der NASA haben den nahenden Crash zweier Galaxien mit dem Weltraumtelekop “Spitzer” und “Hubble” fotografiert. Die kombinierte Falschfarbenaufnahme beider Teleskope im sichtbaren Licht von “Hubble” und die in infrarotem Spektralbereich von “Spitzer” zeigt die Galaxien die nahezu verschmolzen sind, ihre Kerne aber noch nicht. In wenigen Millionen Jahren werden diese zusammenstoßen. Das Objekt hat die Katalognummer NGC 6240 und wurde bereits zur klecksartiger Struktur verzerrt. Die große Katastrophe beginnt aber erst wenn die schwarzen Löcher beider Galaxien aufeinander treffen, erläuterte die Raumfahrtbehörde.

Foto: NASA/Spitzer-Hubble

24.09.2009
<Forscher finden Spuren von Wasser auf dem Mond>

Auf dem Mond gibt es Wasser. Das zeigen die Daten gleich dreier Sonden, die unabhängig voneinander die Mondoberfläche untersuchten. Der Mond ist nicht staubtrocken wie bisher angenommen. Gleich drei verschiedene Weltraumsonden haben unabhängig voneinander eindeutige Hinweise für Wasser auf dem Mond gefunden. Das berichten Forscher im Magazin Science. Gesteinsproben von früheren bemannten und auch unbemannten Missionen zum Erdtrabanten hatten keine Spuren von Wasser gezeigt. Deswegen gingen Forscher davon aus, dass der Mond trocken sein müsse. Gleichzeitig warnten die Wissenschaftler allerdings vor zu hohen Erwartungen. "Wenn wir über Wasser auf dem Mond sprechen, sind damit weder Meere noch Ozeane und noch nicht einmal Pfützen gemeint", sagte Carle Pieters von der Brown University. Sie hatte die Daten der ersten indischen Mondmission Chandrayaan-1 ausgewertet.
Vielmehr sei die Rede von Wassermolekülen, die mit den Gesteins- und Staubmolekülen in den obersten Millimetern der Oberfläche reagieren. Die drei Sonden, die entweder den Mond umkreist hatten oder an ihm vorbeigeflogen waren, lieferten Belege, dass Wasser oder Hydroxyl auf dem Erdtrabanten weit verbreitet ist. Hydroxyl ist ein Molekül, das aus je einem Wasserstoff- und Sauerstoffatom besteht, während sich ein Wassermolekül aus je zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom zusammensetzt. "Es ist so erstaunlich, weil das Wasser überall vorhanden ist", sagte Lawrence Taylor, Wissenschaftler an der Universität von Tennessee, der New York Times. Er war an der Analyse von Daten des indischen Chandrayaan-1-Satelliten beteiligt. Die Wasserkonzentration scheine an den Polen höher zu sein. Es könnten allerdings noch viel wasserreichere Orte entdeckt werden, in Regionen, die bisher noch nicht abgetastet worden sind. Zwei weitere Expertenteams aus den Vereinigten Staaten, die Messergebnisse der Cassini-Sonde und der Sonde Deep Impact der US-Weltraumbehörde Nasa nutzten, kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Die Wasserspuren wurden allerdings nicht einfach von den Sonden fotografiert. Mit einem Spektrometer untersuchte etwa Chandrayaan-1 Sonnenlicht, das von der Mondoberfläche zurückgestrahlt wurde. Anhand der reflektierten Wellenlängen konnte es Molekülverbindungen auf der Mondoberfläche nachweisen, wie sie in Wasser vorkommen.
Unklar ist indes, woher das Wasser auf dem Mond überhaupt stammt. Die Forscher vermuten, das der Sonnenwind, einen entscheidenden Beitrag leistet. Denn der Wind besteht aus Wasserstoffteilchen (Protonen), die mit rasender Geschwindigkeit auf das Gestein der Mondoberfläche treffen. Hier verbinden sich die Protonen mit Sauerstoffatomen, die in den Felsen enthalten sind, zu Wasser oder Hydroxyl.
Die Forscher hoffen nun auf weitere Erkenntnisse über die Wasservorkommen auf dem Mond. Daten dazu könnten bereits im Oktober bei der Nasa einlaufen. Denn dann stürzt der Lunar Crater Observing and Sensing Satellite (LCROSS) in einem Kamikazeflug auf die Mondoberfläche. Die Sonde könnte die Existenz von Wasser auf dem Mond erneut bestätigen und Aufschluss darüber geben, ob sich weiteres Nass unterhalb der Oberfläche befindet.

12.10.2009
<Ringplanet Saturn umgibt gewaltiger Staubring>

Das Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer hat einen bislang unbemerkt gebliebenen Ring des Saturn entdeckt. Der Staubring ist rund sechs Millionen Kilometer vom Planeten entfernt und hat eine Dicke von 20 Saturndurchmessern. Die Staubpartikel stammen vermutlich vom Saturnmond Phoebe. Der Fund könnte auch helfen, das Rätsel um das eigentümliche Aussehen des Mondes Iapetus zu lösen.

Weitere Infos dazu gibt es hier: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/10/0910-010.shtml

01.01.2010
< Saturnmonde beim Tanz >

61 Monde umkreisen den Saturn - vom Eisgiganten Titan bis zum Zwergmond Janus. Die Nasa-Sonde "Cassini" hat die Trabanten über Monate beobachtet und deren Bewegungen gefilmt. Sehen Sie den beeindruckenden Tanz der Monde im Zeitraffer-Video.Das Ballett, das Mond und Erde jeden Monat aufs Neue vollführen, ist recht eintönig: In 29,5 Tagen umkreist der Erdtrabant unseren Planeten, wirkt dabei mal größer, mal kleiner, bevor es wieder von vorne losgeht. Abwechslung versprechen allenfalls die ein oder andere Mond- oder Sonnenfinsternis. Anders beim Saturn: Den beringten Planeten umkreisen 61 Monde - mehr als bei allen übrigen Himmelskörpern unseres Sonnensystems. Die Eisbrocken kommen sich auf ihrem Weg um den Saturn oft gefährlich nahe, dort, wo sich ihre Umlaufbahnen kreuzen. Die Nasa-Sonde "Cassini" hat diesen kosmischen Tanz nun über Monate hinweg beobachtet und gefilmt. Vom 27. August bis zum 8. November 2009 nahm sie die Saturnmonde ins Visier und die Nasa-Wissenschaftler produzierten aus den Einzelaufnahmen beeindruckende Video-Sequenzen (siehe Video). In einem Video schiebt sich der zweitgrößte Mond Rhea als graue Kugel vor ihren Mutterplaneten und wird auf halber Höhe vom Zwergmond Janus eingeholt. Ein anderes Video zeigt, wie das Sonnenlicht über den Eistrabanten wandert. Das Zeitraffer-Ballett wirkt majestätisch, dabei sind die Monde alles andere als langsam: Rhea fliegt mit etwa 28.000 Kilometern pro Stunde um den Saturn, der kleinere Mimas sogar mit 50.000 Kilometern pro Stunde. Im Vergleich dazu wird unser Erdmond einmal mehr zum Langweiler: Denn unser Trabant schleicht mit nur 3680 Kilometern pro Stunde um die Erde.
Quelle: Spiegel Online

03.04.2010
< Galaxie aus der Kindheit des Universums entdeckt >

Eine internationale Forschergruppe hat bei der Untersuchung leuchtstarker Galaxien ein Quasar der ersten Generation entdeckt. Diese helle Galaxie hat ein kleines schwarzes Loch in der Mitte. Es gibt dort noch keinen Staub sondern nur Gas. Große schwarze Löcher in älteren Quasaren saugen in ihr Zentrum riesige Mengen heißen Staub. Kurz nach dem Urknall könnte dieser Quasar entstanden sein. Zu dieser Zeit war im Universum vorwiegend Wasserstoff vorhanden.

Hier geht es zum Artikel in Bild der Wissenschaft

Ein Quasar, in dessen Mitte sich ein Schwarzes Loch befindet. Aufgenommen mit dem Spitzer-Weltraumteleskop.                          Foto: NASA/JPL-Caltech

23.07.2010
< Forscher entdecken Riesenstern >

Ein Stern der zehn Millionen mal heller leuchtet als unsere Sonne haben Astronomen entdeckt. Der Stern ist der massereichste und hellste den Forscher bisher entdeckt haben. Der Feuerball hat die Katalognummer R136a1 und besitzt 256 Mal mehr Masse als unser Tagesgestirn. Da der Stern aber rund zehn Milliarden Mal weiter entfernt ist als unsere Sonne, fällt er am Nachthimmel nicht weiter auf. Die Entdeckung von Astronomen von der Uni Sheffield wurde mit dem “VLT” der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile gemacht. Eigentlich dürfte es den Riesenstern nach gängigen Theorien gar nicht geben. Bisher galten 150 Sonnenmassen als Obergrenze für stabile Sterne. In der Großen Magellanschen Wolke im Sternhaufen R136 stießen die Astronomen auf gleich vier Sterne die mehr als 150 Sonnenmassen haben. Bei seiner Entstehung muss der Stern bis zu 320 Sonnenmassen besessen haben. Solche Riesensterne pusten sehr starke Sonnenwinde ins All und verlieren dadurch ständig an Masse.

05.08.2010
< Erstes in Deutschland sichtbares Polarlicht seit 2005>

In Schleswig-Holstein und an der Ostsee war in der Nacht von 3. auf 5. August das erste Polarlicht seit 5 Jahren mit bloßem Auge zu sehen! Am 1. August hatten sich auf der Vorderseite der Sonne einige Flares gebildet. Ein Flare mit der Stärke C3 um 09:55 MEZ in der Fleckengruppe Nr. 1092 ist für die Ablösung eines Filaments in der Korona der Sonne verantwortlich gewesen. Ein CME begab sich auf den Weg Richtung Erde wo das Magnetfeld der Erde zum ersten Mal am 3. August um 18:40 Uhr MEZ getroffen wurde. Dies löste einen geomagnetischen Sturm der Klasse G2 aus der ca. 12 Stunden anhielt und von 22:00 Uhr MEZ bis 4:00 MEZ am stärksten war.

Polarlicht in Greifswald am 04.08.2010 um 1:07 MEZ 
Foto: Michael Heiß

03.10.2010
< Erdähnlichen Planeten um Gliese 581 entdeckt >

Forscher haben um den schon bekannten rund 20 Lichtjahren entfernten Stern Gliese 581 einen Erd- ähnlichen Planeten entdeckt. Um Gliese 581 kreisen sechs Planeten. Der jetzt entdeckte Planet 581g dürfte in einer bewohnbaren Zone um seinen Stern kreisen. Wie Wissenschaftler meinten, könnte es auf seiner Oberfläche vielleicht sogar Wasser oder Leben geben. Weitere Infos Hier

25.09.2010
< Faszinierende Polarlichter auf Saturn >

Die Raumsonde “Cassini” hat erneut spektakuläre Bilder von Polarlichtern auf Saturn zur Erde gesandt.
Die Falschfarbenaufnahme zeigt die Polarlichter als grünen Kranz, reflektierende Sonnenstrahlung in Blau und die eigene Wärmestrahlung von Saturn in Rot. Die Polarlichter auf Saturn sind mit den faszinierenden Polarlichtern auf der Erde vergleichbar.

Hier geht es zu den NASA Cassini Mission News

Foto: NASA

05.11.2010
< Sonde “Deep Impact” fotografiert Komet “Hartley2” >

Die NASA Raumsonde “Deep Impact” hat beim Vorbeiflug in wenigen hundert Kilometern am Kometen “Hartley2” spektakuläre Bilder geliefert. Wissenschaftler erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. Fünf Jahre mussten Wissenschaftler auf diesen Moment warten. Mit einer Geschwindigkeit von rund 44.000 Kilometern pro Stunde raste die Sonde durch die Gas- und Schweifwolke des Kometen. Es ist der kleinste Komet von dem bislang Nahaufnahmen gemacht wurden. “Hartley2” hat eine Breite von 1,2 Kilometern.

“Hartley2” fotografiert von “Deep Impact”

Foto: NASA

04.12.2010
< Bisher verborgener Sternenreichtum entdeckt >

Ein US-Astronomen-Duo hat bei seinen Beobachtungen festgestellt, daß es vermutlich dreimal so viele Sterne im Universum gibt als bisher angenommen. Sehr viele schwach leuchtende Sterne, sogenannte Roten Zwerge sind bisher vor allem in sehr alten Galxien übersehen worden. Nur 10 bis 20 Prozent der Masse unserer Sonne besitzen diese matt leuchtenden Sterne, deshalb wurden bisher auch nur relativ nahe Rote Zwerge entdeckt. Mit Hilfe des Keck-Observatoriums auf Hawai haben Astronomen jetzt in acht Nachbargalaxien unserer Milchstraße solche Roten Zwerge entdeckt. Nach Einschätzung der Forscher ist das Universum viel dichter mit Sternen bestückt als bisher angenommen. In acht untersuchten Galaxien die zwischen 50 und 300 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt sind, wurden mit neuesten Methoden bei der Beobachtung helle Sterne herausgefiltert und so ein ganzer Sternenhimmel von Roten Zwergen sichtbar gemacht. Diese Systeme besitzen offenbar auch mehr Rote Zwerge als die Milchstraße. In den elliptischen Nachbargalaxien wurden etwa zwanzigmal mehr dieser Himmelskörper als in unserer Galaxie gefunden.

02.03.2011
< Nachbargalaxie NGC 247 ist uns näher als gedacht. >

Astronomen haben die Entfernung zu unserer Nachbargalaxie NGC 247 bisher falsch eingeschätzt. Die Spiralgalaxie liegt rund eine Million Lichtjahre näher als gedacht. Dies wurde von der Europäischen Südsternwarte ESO berichtet. In den Chilenischen Anden haben Astronomen ein sehr detailreiches Bild dieser Galaxie gewonnen. Ihr Abstand beträgt nach Korrekturen jetzt knapp elf Millionen Lichtjahre. Ein Lichtjahr entspricht etwa zehn Billionen Kilometer.

Hier der ausführliche ESO Bericht

Foto: ESO

30.05.2011
< NASA nimmt Abschied von *Spirit* >

Über sechs Jahre sendete der Mars-Rover “Spirit” seine Daten zur Erde. Damit wurden alle Erwartungen der Wissenschaftler übertroffen. 14 Monate lang haben die zahlreichen Rover-Fans der NASA vergeblich versucht, Kontakt mit dem Roboterfahrzeug aufzunehmen, das sich nach einer langen Erkundungstour von 7,7 Kilometern im Marssand festgefahren hatte. Jetzt vermuten die Wissenschaftler daß “Spirit” den vergangen Marswinter mit Temperaturen im Inneren des Rovers von -55 Grad Celcius nicht überlebt hat.
Der Rover “Opportunity” rollt aber immer noch!

Mehr Infos zu den Mars Rovern gibt es hier

Foto: NASA

16.09.2011
Planet mit zwei Sonnen entdeckt

Rund 200 Lichtjahre von der Erde entfernt haben Astronomen mit dem Weltraumteleskop “Kepler” einen Planeten mit zei Sonnen entdeckt. Es ist das erste Mal daß man einen Planeten beim vorbeiziehen vor seinen Sonnen beobachtet hat. Kepler-16b umkreist ein Doppelsystem aus zwei Zwergsternen. Einer der Sterne hat ein Fünftel der Masse unserer Sonne, der andere zwei Drittel. Rund 35 Millionen Kilometer sind die Doppelsonnen voneinander entfernt. Sie umrunden sich gegenseitig in 41 Tagen. In etwa 105 Millionen Kilometer Abstand weiter außen benötigt der Planet für einen Umlauf 229 Tage. Sein Orbit gleicht der Venus in unserem System..

Grafik: NASA

26.11.2011
Großer See auf Jupitermond Europa entdeckt

Auf dem Jupitermond Europa haben US-Forscher einen großen See innerhalb der Eiskruste entdeckt und könnte sogar ein möglicher Hort für Leben sein, berichten die Wissenschaftler im britischen Fachjournal >Nature<. In der Eiskruste von Europa könnt es noch weitere Seen in den flachen Regionen geben. Anzeichen von Leben konnten die Forscher aber nicht finden. Europa gilt schon länger als möglicher Ort für außerirdisches Leben. Es wird vermutet daß sich unter seiner eisigen Kruste ein riesiger Ozean befindet. Anhand von Bildern von der Raumsonde >Galileo< hatten die Forscher zwei hügelige Regionen auf Europa untersucht. Im Vergleich mit geologischen Vorgängen auf der Erde könnten die Erhebungen von einem See einige Kilometer unter der Oberfläche stammen. Verborgenes Wasser konnte >Galileo< aber nicht direkt abbilden.

Planeten und Staubring um Formalhaut entdeckt

Bild: Die Darstellung zeigt den Staubring um den Stern Fomalhaut, wie er mit ALMA beobachtet wurde, rechts, und links, in blau eine frühere Aufnahme vom NASA/ESA Hubble Space Telescope. Aufnahmen: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO); Hubble (NASA/ESA Hubble Space Telescope).

Hier geht es zum Bericht

Riesiges schwarzes Loch gibt Rätsel auf

Eine Gruppe von Astronomen hat ein Schwarzes Loch entdeckt, das an den Grundlagen heutiger Modelle der Galaxienentwicklung rüttelt. Mit 17 Milliarden Sonnenmassen ist das Schwarze Loch im Vergleich zur Masse seiner Heimatgalaxie deutlich massereicher, als es diese Modelle vorhersagen. Die gewaltige Schwerkraftfalle könnte sogar das massereichste bislang bekannte Schwarze Loch überhaupt sein.

Bild: NASA/ESA

Hier geht es zum vollständigen Bericht

Raumfahrtlegende Neil Armstrong gestorben

Am 25. August 2012 ist der erste Mensch auf dem im Alter von 82 Jahren verstorben. Bei der Apollo 11 Mission betrat Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond. Unsterblich machte Ihn sein erster Satz auf dem Mond: “ Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit”

Rätselhaftes Verschwinden einer Staubscheibe

Astronomen haben um einen rund 450 Lichtjahre entfernten Stern eine verblüffende Beobachtung gemacht: Mehr als 25 Jahre lang war um die ferne Sonne deutlich ein Ring aus Staub zu sehen, in dem sich vermutlich gerade neue Planeten bildeten. Doch innerhalb weniger Monate war der Staub verschwunden. Jetzt rätseln die Forscher, was um den Stern passiert ist.

Hier geht es zum vollständigen Bericht

16.02.2012

Meteorit über Russland explodiert

Asteroid 2012 DA14 fliegt an Erde vorbei

Gestern Abend hat der Asteroid 2012 DA14 die Erde auf der von Wissenschaftlern berechneten Bahn passiert. Einige Stunden zuvor sorgte aber ein Meteorit der über Tscheljabinsk (Russland) explodierte,
für Aufsehen, erhebliche Schäden und ca. 1200 Verletzte.

Hier ein Bericht auf astronews.com

Video

Quelle: Youtube

Video

Hier der Link zum AKM Meteor Forum mit interessanten Beiträgen und Links

03.10.2013

Komet ISON nähert sich der Sonne

Komet ISON 2013

Foto: Thüringer Landessternwarte Tautenburg
Dr. Bringfried Stecklum

Der Komet ISON könnte sich in den kommenden Wochen zum Jahrhundertkometen entwickeln, da er sich der Sonne immer weiter nähert. Hier geht es zum Artikel auf astronews.com

20.11.2013

NASA-Sonde “Maven” unterwegs zum Mars

NASA

Foto: NASA

Die Mars Forschungssonde “Maven” ist am 18. November vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral an Bord einer etwa elf Meter langen und rund 2500 Kilogramm schweren Atlas-Rakete gestartet. “Maven soll die Atmosphäre des roten Planeten untersuchen. NASA-Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse darüber, warum sich auf dem Mars kein Leben bilden bzw. halten konnte. Im September 2014 soll die Sonde in der Mars Atmosphäre ankommen und eine einjährige Forschungsmission starten.

06.08.2014

ESA-Raumsonde “Rosetta” am Kometen Churyumov-Gerasimenko angekommen

Raumsonde Rosetta

Nach zehnjähriger Flugzeit und 6,4 Milliarden Kilometern, ist die ESA-Raumsonde Rosetta mit ihrem Lander Philae an ihrem Zielkometen angekommen.

DLR Portal-Rosetta

14.07.2015
Sonde “New Horizons” an Pluto vorbei geflogen.

Bericht auf Astronews.com

Pluto-New Horizons 2015

Bild: NASA/JPL

13.11.2014

“Philae” auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko gelandet

Rosetta Philae Landeplatz 13.11.2014

Bild: ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Bericht zur Landung